Mittwoch, 10. September 2008

Probleme, Probleme, Probleme

Wir gehen also mittlerweile davon aus, dass es im Leben vor allem darum geht, Probleme zu lösen. Um Probleme zu lösen, muss man dieselben zunächst als solche anerkennen. Wenn man ein Problem erkannt hat, geht es im nächsten Schritt darum, es zu lösen. Die Lösung ist oft sofort evident. Wenn wir ein Problem formuliert haben, liegt die Lösung also meist schon parat. Wenn wir beispielsweise die Tatsache, dass mein Zimmer unordentlich ist als ein Problem anerkennen, ist die Lösung, es aufzuräumen. Das nächste Problem, dass sich uns dann stellt, ist, diese Lösung in die Tat umzusetzen. Das erfordert Zeit. Handlungen geschehen in der Zeit. Nun ist es so, dass die Welt voller Probleme ist. Man braucht ja nur die Zeitung aufzuschlagen. Es ist also wichtig und von höchster Bedeutung, dass man die richtige Auswahl an Problemen trifft. Es wäre dumm die globale Erwärmung zu stoppen, wenn man selbst zu Hause im Dreck versinkt. Welche Probleme wählt man sich also am besten zur Lösung aus? - Man sollte von sich selbst ausgehen. Die nahen Probleme, wenn man so will, sollten vor den fernen Problemen gelöst werden. Die nächsten Probleme sind immer die größten. Wenn man das Problem hat, morgens nicht aus dem Bett zu kommen, sollte man dieses Problem lösen, bevor man sich Gedanken darum macht, wie man an die Millionen kommt. Wenn man das Problem mit dem Bett gelöst hat, und im Dreck steht, sollte man dieses Problem lösen, bevor man sich an die neue Gesellschaftstheorie wagt. Nun die Frage, sollte man erst aufräumen oder erst die Hausarbeit schreiben. Prinzipiell auf jeden Fall zunächst die Ordnung in der Wohnung herstellen...wenn die Zeit aber drängt, muss man Ausnahmen machen. So weit sollte es aber nicht kommen.
Man sollte also versuchen, sich über die Probleme bewusst zu werden, eines, das dringlichste, auswählen und sich entschließen, dieses Problem zu lösen und sich dabei klar darüber sein, dass die Lösung Zeit beansprucht. Es ist sicher hilfreich, sich eine Plan zu erstellen, der einem vor Augen führt, welche Probleme gelöst werden sollen, diese dann nach Wichtigkeit sortieren und eines nach dem anderen lösen. Es gibt oft nicht nur eine Lösung für das Problem.
Wir sollten anfangen uns mit unseren Problemen anzufreunden, sie als Herausforderung zu sehen, die das Leben ausmachen...und überhaupt. Wenn ein "Problem" nicht lösbar ist, muss man es als Tatsache anerkennen. Wenn einen diese Tatsache stört und doch weiter als Problem vorkommt, hilft es oft, die Perspektive auf das Problem, die Tatsache ein wenig zu verschieben. - Das ist legitim.